Die Bibel genau übersetzen - wie macht man das? - Zwei Zitate und zwei Schlussfolgerungen

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Die Bibel genau übersetzen - wie macht man das?
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Übersetzen ist möglich
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Bibellesen ist Vertrauenssache
Zwei Zitate und zwei Schlussfolgerungen
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Zwei Zitate und zwei Schlussfolgerungen

Lassen Sie mich mit zwei Zitaten zum unserem Thema schließen. Das erste hab ich mir mal vor vielen Jahren notiert; ich erinnere mich leider nicht, von wem es stammt. Vielleicht ist es im Zeitalter der funkgesteuerten Uhren auch gar nicht mehr ganz up-to-date:

„Bibelübersetzungen sind wie Uhren: Die beste ist immer noch nicht genau genug, und die schlechteste ist immer noch besser als gar keine.“

Die Folgerung daraus wäre: Schnappen Sie sich die nächstbeste Bibel und fangen Sie an zu lesen! Sie werden es nicht bereuen.

Das zweite Zitat und zugleich das Schlusswort an diesem Abend stammt von dem jüdischen Dichter Haim Nacham Bialik; ich bin kürzlich in einem Artikel von P. R. Raabe in der Zeitschrift „The Bible Translator“ darauf gestoßen (Vol. 51, Nr. 2, Seite 201):

„Die Bibel in einer Übersetzung zu lesen ist, wie wenn du deine Braut durch einen Schleier küsst.“

Eine Übersetzung, und sei sie noch so genau, ist nie eine Eins-zu-eins-Entsprechung zum ursprünglichen Text, sondern immer nur eine Annäherung. Die Folgerung daraus wäre: Wenn Sie diese Braut direkt auf die Lippen küssen möchten, müssen Sie Hebräisch, Aramäisch und Griechisch lernen und die Bibel im Original lesen. Einen anderen Weg gibt es nicht.