„Der Himmel - wie kommt man dorthin?“ - Ohne Jesus kein Weg

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„Der Himmel - wie kommt man dorthin?“
Ohne Jesus kein Weg
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Ohne Jesus kein Weg

Zum einen: Ohne Jesus würde es den Weg zum Himmel gar nicht ge­ben! Wenn mir einer den Weg zum Mühlestiegrain 50 erklärt hat, kann er ruhig verschwinden. Der Weg verschwindet schließlich nicht mit ihm zusammen. Nimm den Wegweiser weg - der Weg ist immer noch da. Aber versuch mal auf Jesus zu verzichten - da ist plötzlich nur noch Morast nach allen Seiten, und es gibt kein Durchkommen, auch nicht aufs Geratewohl. Schieb Jesus zur Seite - dann ist da nur noch ein gähnender Abgrund zwischen Himmel und Erde. Jesus ist die Brücke, die Gott über diesen Ab­grund gebaut hat. Jesus ist der rote Teppich, den Gott vor un­seren Füßen ausgerollt hat, damit wir wieder in Ehren bei ihm aufgenommen werden. Jesus selbst ist der Weg. Natürlich ist er auch Wegweiser, natürlich ist er auch Wegbegleiter, aber das greift zu kurz, das wäre zu wenig, diese Rolle könnten auch an­dere übernehmen. Nein, Jesus ist der Weg selbst. Ohne Jesus gäbe es gar keinen Weg, und alle Wegweiser und Weg­begleiter stünden arbeitslos herum.

Kreuz und Auferstehung - die Brücke über den Abgrund

Zum zweiten: Wenn Jesus höchstpersönlich der Weg zum Himmel ist, dann muss dieser Weg mit seinem Erleben zu tun haben, mit seiner Biographie. Jesus deutet es - ziemlich geheimnisvoll - an; er sagt: „Ich gehe dorthin, um einen Platz für euch vorzube­reiten.“ Was heißt das denn konkret: „Ich gehe dorthin?“ Wie sah denn dieses Hingehen aus? Was wartete denn als nächstes auf Je­sus? Etwa eine prächtige Kutsche mit feurigen Pferden, die ihn in den Himmel holen sollte? Das glatte Gegenteil: Auf Jesus wartete ein Verräter aus dem engsten Freundeskreis; auf Jesus wartete ein Trupp Soldaten, die ihn festnahmen und ab­führten; auf Jesus wartete eine feige, unfaire Verurteilung zum Tod, eine brutale blutige Auspeitschung und schließlich das Kreuz, die schrecklichste und erniedrigendste Hinrichtungsart, die sich Menschen je ausgedacht haben. Und das war nur die Außen­seite des Geschehens, das, was auch die anderen mit­bekamen. Auf Jesus wartete noch etwas ungleich Schlimmeres: un­sere Schuld. Der eigentliche Grund, warum Jesus starb, waren nicht die Qualen des Kreuzes; Jesus starb an unserer Sünde. Die hat ihm das Genick gebrochen; die hat ihn das Leben gekostet. Nicht der jüdische Hohepriester Kajaphas ist schuld an Jesu Tod, nicht der römische Gouverneur Pilatus, sondern wir, wir alle mit un­serem Widerstand gegen Gott und unserer Gleichgül­tigkeit gegen­über unseren Mitmenschen und unserer heillosen Selbstverliebt­heit. Sein ganzes Leben lang hatte Jesus mit Sünde nichts am Hut, aber jetzt hatte er sie am Hals. Er, der die Sünde bis aufs Blut bekämpfte, besiegte sie jetzt, indem er sein Blut für uns vergoss. Er hat sich unsere Schuld freiwillig aufgeladen und mit ihr die Folgen, das Gericht, die Trennung von Gott. Daran starb Jesus. Es heißt in Johannes 1, 29: „Seht, hier ist das Opfer­lamm Gottes, das die Sünde der ganzen Welt wegnimmt!“ Und im Römerbrief heißt es: „Ihn hat Gott vor den Augen der ganzen Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glau­ben kommt sie uns zugute“ (Römer 3, 25). Und in Römer 4, 25 heißt es: „Jesus wurde wegen unserer Verfehlungen dem Tod preisgegeben. Aber dann heißt es dort gleich weiter: „... und seine Auferste­hung bringt uns den Freispruch.“ Jesus blieb nicht im Grab. Er wurde wieder lebendig. Das Leben war stärker als der Tod. Mit der Auferstehung wurde das stellvertretende Opfer Jesu rechts­kräftig. Und damit ist für uns der Weg frei - der Weg in den Himmel. Den Graben, den wir mit unserer Sünde aufgerissen ha­ben, hat Jesus wieder zugeschüttet. Er lebte letztlich nicht, um zu sterben, sondern starb, damit wir mit ihm leben können. Es gibt wieder einen Weg zu Gott. „Ich gehe dorthin“, hat Jesus zu seinen Jüngern gesagt, und er wusste genau, was das bedeutet. Er wusste, was für Schrecken als nächstes auf ihn warteten. Er war nicht überrumpelt vom Verrat des Judas und von der Kreuzigung. Er wusste, wie bitter sein persönlicher Weg werden würde. Aber er wusste auch, dass er so und nur so der Weg für uns werden würde. Als er am Kreuz hing, rief er nicht: „Jetzt ist alles verloren!“, sondern: „Jetzt ist alles vollbracht!“ Also: Jesus sagt dieses wunderbare Wort: „Ich bin der Weg“ ganz bewusst am Vorabend seiner Passion. Denn hier liegt der Schlüssel: Sein Sterben bildet die Brücke zu Gott. Der Weg zur Hölle ist mit unseren guten Vorsät­zen und un­seren bösen Taten gepflastert. Aber der Weg zum Him­mel ist mit Jesu Kreuz und Auferstehung gepflastert.