Gleicher Lohn für alle!? - Wir wollen das, was wir schon haben!

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Gleicher Lohn für alle!?
An einem Tag wie jeder andere ...
... steht plötzlich alles Kopf
Wer sich für gesund hält, geht nicht zum Arzt
Macht Liebe neidisch?
Das Päckchen für dich, das Paket für mich
Liebe lässt sich nicht halbieren
Wir wollen das, was wir schon haben!
Sieh doch, das Gute liegt so nah!
Alle kriegen was zu hören
Wer bei Gott Karriere macht ... und wer nicht
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Wir wollen das, was wir schon haben!

Mehr Lohn fordern die Ersten. Im Grunde zeigen sie damit, dass sie etwas Elementares noch gar nicht begriffen haben: Sie sind doch bereits belohnt! Ihr größter Lohn ist doch, dass sie den ganzen Tag für diesen Herrn arbeiten durften! Es handelt sich ja nicht um irgendeinen Gutsbesitzer; der Gutsbesitzer ist Gott! Einen besseren Arbeitgeber wirst du nirgends finden. Und der Weinberg ist nicht ein x-beliebiger Arbeitsplatz; der Weinberg ist Gottes Reich! Eine bessere Anstellung lässt sich nicht denken. Die Ersten hatten doch ein Riesen-Vorrecht: Von früh morgens an durften sie für den Herrn arbeiten! Für die Letzten war fast der gesamte Tag verlorene Zeit, ein verlorenes Stück Leben.

Aber das vergessen wir Christen manchmal, vielleicht gerade die langjährigen Christen unter uns, die Ersten gewissermaßen. Jetzt habe ich Gott schon so lange die Treue gehalten! Ich habe mich Jahre und Jahrzehnte in der Gemeinde engagiert. Nie habe ich meine Frau betrogen, nie falsche Angaben in der Steuererklärung gemacht, nie mich auf Kosten der Kollegen beim Chef eingeschmeichelt. Eigentlich hätte ich dafür doch mal ein Sonderlob von Gott verdient, oder nicht? Eine Gratifikation, einen prall gefüllten Geschenkkorb. Wir tun geradezu so, als würden wir Gott einen Gefallen erweisen, wenn wir bei ihm bleiben; als würden wir ihm zuliebe auf Lüge und Betrug, auf Hurerei und Sauferei verzichten.

So verdreht kann frommes Denken sein! Lohnt es sich denn, so fragen wir uns allen Ernstes - lohnt es sich denn, fromm zu sein? Warum sich nicht ein Leben lang so richtig austoben und dann, kurz vor Torschluss, noch schnell zu Gott umkehren? Gerettet wird man doch als Spätzünder genauso wie als Frühstarter. Gott, was gibst du mir dafür, dass ich fromm bin? So pervers können wir daherreden! Hat Gott denn etwas davon, dass wir fromm sind? Sind nicht wir es, die davon profitieren? Unser Frommsein als solches ist unser Lohn! Die Gemeinschaft mit Gott, ein Sinn und ein Ziel für unser Leben, die Reinheit, die Treue, die Liebe, die Hoffnung, der Frieden - auf dem unfrommen Weg hätten diese Werte doch niemals in meinem Leben Einzug gehalten! Ist das nicht Lohn genug?