Heilung auf Raten - Jesus Christus: der Interessanteste von allen

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Heilung auf Raten
Die Freunde des Gelähmten: vorbildlich in ihrem Glauben
Die Gesetzeslehrer: fromme Spitzel mit unheiligen Motiven
Jesus Christus: der Interessanteste von allen
1. Lektion: Zwischen Krankheit und Sünde besteht ein Zusammenhang
2. Lektion: Sünde ist schlimmer als Krankheit; Vergebung ist wichtiger als Heilung
3. Lektion: Jesu eigentlicher Auftrag
4. Lektion: Wie Jesus als Seelsorger handelt
5. Lektion: Was gehen Jesus die Sünden anderer Menschen an?
Wie Jesus sich als Sohn Gottes in unserer Welt eingeführt hat
Zwei mögliche Schlussfolgerungen
Die zweite Rate der Heilung
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3. Jesus Christus: der Interessanteste von allen

Jetzt müssen wir uns aber unbedingt Zeit für die Person nehmen, die im Mittelpunkt dieser Geschichte steht: Jesus Christus. Es gibt einen Augenblick in diesem Geschehen, der ist nicht nur der spannendste, sondern auch der überraschendste. Es ist der Augenblick, als der Gelähmte endlich vor den Füßen von Jesus liegt. Jesus hat natürlich aufgehört zu predigen. Alle starren zu Decke, wo das Loch immer größer wird. Alle sehen, wie da ein Kranker auf seiner Matte heruntergelassen wird. Jetzt endlich können sich die beiden in die Augen blicken: Jesus und der Gelähmte. Alle recken die Köpfe. Alle halten den Atem an. Jeder möchte unbedingt mitbekommen, was jetzt geschieht. Die Menschenmenge wartet auf eine weitere sensationelle Heilung. Die vier Männer auf dem Dach sind sich sicher: Jetzt macht er unseren Freund gesund! Die Gesetzeslehrer spitzen die Ohren, damit ihnen ja kein frevlerisches Wort entgeht. Und der Gelähmte selbst starrt Jesus an, ängstlich und erwartungsvoll zugleich. Alle wissen, was Jesus jetzt sagen wird: „Steh auf; du bist geheilt!“ Und in diese angespannte Stille hinein sagt Jesus: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!“

Hier haben wir den Dreh- und Angelpunkt dieser Begebenheit. Dieses Wort Jesu in dieser Situation ist einfach riesengroße Klasse. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr staune ich über Jesus. Die Leute damals werden vielleicht nicht gleich so gedacht haben. Es war vielleicht eher so, als wenn man einen Ballon aufgeblasen hat und jetzt plötzlich die ganze Luft wieder rauslässt. Für manche kam das Wort von Jesus vielleicht sogar wie ein Schock. Wie, das ist jetzt alles? Die Sünden vergeben? Sieht Jesus denn nicht, wie schlimm der Mann dran ist? Merkt er nicht, was er von ihm will? Hat er denn kein Mitleid mit ihm? O doch: Jesus hatte solches Erbarmen mit diesem Mann, der da vor ihm lag, dass er gar nicht anders konnte, als ihm das Beste zu geben, was er ihm geben konnte: die Vergebung seiner Schuld.

„Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!“ Diese Aussage Jesu richtet sich an den Gelähmten, aber sie soll auch von der Menge gehört werden, und sie gilt ebenso den Gesetzeslehrern. Man kann sie drehen und wenden wie ein Prisma, und immer wieder erscheint sie in einem anderen Licht und zeigt sich von einer neuen wunderbaren Seite. Einige dieser vielen Aspekte wollen wir uns genauer ansehen.