Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen

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Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen

Römer 8, 31-39

Predigt zum Reformationsfest


31 Was können wir jetzt noch sagen, nachdem wir uns das alles vor Augen gehalten haben? Gott ist für uns; wer kann uns da noch etwas anhaben? 32 Er hat ja nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont, sondern hat ihn für uns alle hergegeben. Wird uns dann zusammen mit seinem Sohn nicht auch alles andere geschenkt werden? 33 Wer wird es noch wagen, Anklage gegen die zu erheben, die Gott erwählt hat? Gott selbst erklärt sie ja für gerecht.
34 Ist da noch jemand, der sie verurteilen könnte? Jesus Christus ist doch für sie gestorben, mehr noch: Er ist auferweckt worden, und er sitzt an Gottes rechter Seite und tritt für uns ein. 35 Was kann uns da noch von Christus und seiner Liebe trennen? Not? Angst? Verfolgung? Hunger? Entbehrungen? Lebensgefahr? Das Schwert des Henkers? 36 Mit all dem müssen wir rechnen, denn es heißt in der Schrift:


„Deinetwegen sind wir ständig vom Tod bedroht;
man behandelt uns wie Schafe,
die zum Schlachten bestimmt sind. (Psalm 44,23)

37 Und doch: In all dem tragen wir einen überwältigenden Sieg davon durch den, der uns so sehr geliebt hat. 38 Ja, ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch unsichtbare Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch gottfeindliche Kräfte, 39 weder Hohes noch Tiefes, noch sonst irgendetwas in der ganzen Schöpfung uns je von der Liebe Gottes trennen kann, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.

Heute feiern wir ein Fest! Haben Sie's gewusst? Halloween vielleicht? Was viel Besseres: Nicht Halloween, sondern Hallo Luther - wir feiern das Reformationsfest! Am 31. Oktober 1517 (also vor beinahe 500 Jahren) schlug der junge Augustinermönch Martin Luther ein Papier mit 95 revolutionäre Thesen zum Ablasshandel der damaligen Katholischen Kirche an die Tür der Schlosskirche von Wittenberg in Thüringen, und damit begann die Reformation, eine machtvolle Bewegung zurück zu den Wurzeln des Christseins und der christlichen Lehre.
  • sola scriptura: „allein die Schrift“; maßgebend in allen Fragen der christlichen Lehre und des christlichen Lebens ist ausschließlich die Bibel, und kein Kirchenfürst und kein Konzil kann ihr das Wasser reichen.
  • sola gratia: „allein aus Gnaden“; gerettet ausschließlich durch Gottes Gnade, nicht durch fromme Leistungen des Menschen.
  • sola fide: „allein aus Glauben“; gerettet ausschließlich durch den Glauben an Jesus Christus, nicht durch verdienstliche Werke.

(Wenn Sie mehr über die Reformationszeit wissen möchten: Letztes Jahr kam ein Luther-Film in die Kinos, der inzwischen auch als DVD im Handel ist. Sehen Sie ihn sich an; er bietet einen prima Einblick in jene dramatischen Anfänge einer großen christlichen Erneuerungsbewegung.)

Martin Luther hat sich für seine Lehre permanent auf die Bibel berufen: sola scriptura eben. Ein neutestamentliches Buch ragt dabei besonders heraus: der Römerbrief. Beim Nachdenken über einen Abschnitt aus dem Römerbrief machte Luther seine reformatorische Schlüsselerfahrung (das sog. Turmerlebnis). Römerbrief und Reformation - das ist wie ein unzertrennliches Geschwisterpaar. Und da habe ich gedacht, ich nutze die Gelegenheit und predige über einen Text aus dem Römerbrief: Kapitel 8,31-39. Am Eingang haben Sie ein Blatt mit diesen Versen erhalten, und außerdem haben wir sie eben vorgelesen bekommen.