Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen - Gottes Liebe hat einen Namen

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Nichts kann uns von Gottes Liebe trennen
Überflüssig? Überragend!
Die entscheidende Wende
Die entscheidende Frage
Einer gegen alle - und der Eine gewinnt!
Gottes Liebe hat einen Namen
Nöte trennen nicht, Nöte verbinden
Der Blick über die Wolkendecke
Besser für Christus leiden als ohne Christus feiern
Alles zum Besten? 4 Fragen und 4 Antworten
Gebet von Paul Gerhardt
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Gottes Liebe hat einen Namen

Wie kam es eigentlich zu dieser Wende? Wie kommt es, daß Gott, der doch gegen uns war (Römer 1), plötzlich für uns ist (Römer 8)? Woher wissen wir, daß er uns liebt? Hat es mit unserer aufgerüsteten Moral zu tun, mit unserer gesteigerten Intelligenz, unserer gewachsenen Erfahrung? Blödsinn. Ist es vielleicht einer der glücklichen Zufälle der Geschichte, etwa so, wie wenn man sich abends schlafen legt und alles sieht trist und grau aus, und mor­gens wacht man auf und die Landschaft ist tief verschneit, alles weiß verzaubert? Quatsch mit Soße! Paulus gibt sehr präzise an, woran es liegt. Vers 32: „Gott hat seinen Sohn für uns alle hergege­ben.“ Vers 34: „Jesus Christus ist für uns gestorben.“ Paulus verweist aufs Kreuz. Dort kam es zur Wende. In den vorausgehenden Kapiteln hat er ausführlich davon gesprochen; jetzt tippt er mit dem Finger einfach nochmals auf diese entscheidende Stelle, die Mitte der Weltgeschichte. Christus hat die Sünde der ganzen Welt getragen. Christus hat das Urteil über die Sünde der Welt auf sich genommen. Christus hat an unserer Stelle die Strafe getragen. Wer das im Ver­trauen auf ihn akzeptiert, ist frei. Wer dürfte es jetzt noch wagen, uns anzuklagen? Er würde damit ja Gott anklagen, von dem der Freispruch stammt. Wer will uns jetzt noch verurteilen? Gott selbst erklärt uns ja für gerecht. Sein Urteil ist maßgebend; er ist der Richter.

Gottes Liebe hat einen Namen:

Jesus Christus.

Die Wende hat einen Namen:

Golgata.

Gottes Liebe zu uns ist also nicht eine schöne Philosophie, eine Einbildung der Christen, eine bloße Behauptung. Gottes Liebe zu uns hat einen Namen: Jesus Christus. Gottes Liebe ist Ge­stalt geworden in der Gestalt des Mannes aus Nazaret. Gottes Liebe hat Hand und Fuß - die Hände und Füße Jesus Christi, die für uns ans Kreuz genagelt wurden. Deshalb benutzt Paulus die Vergangenheitsform: „... durch den, der uns so sehr geliebt hat.“ (Vers 37) Natürlich liebt Je­sus uns auch heute noch. Aber unter Beweis gestellt hat er seine Liebe nirgends so sehr wie damals, als er am Kreuz für uns verblutete. „Niemand liebt seine Freunde mehr als der, der sein Leben für sie hergibt.“ (Johannes 15, 13) Und genauso ist auch die Liebe Gottes, des Vaters, nir­gends so deutlich geworden wie damals, als er seinen Sohn stellvertretend für uns in den Tod schickte. Paulus sagt: „Er hat ja nicht einmal seinen eigenen Sohn verschont.“ (Vers 32) Zeigt das nicht seinen unbedingten Willen, uns zu verzeihen und sich mit uns zu verbinden? Was hat letztlich Jesus dem Tod ausgeliefert? War es die Geldgier des Judas? War es die Menschen­furcht des Pilatus? War es der Neid der jüdischen Anführer? Nein, es war die Liebe Gottes zu uns.

„Immanuel“:

Durch Jesus ist Gott bei uns.
Durch Jesus ist Gott für uns.

Und deshalb präzisiert Paulus die Liebe Gottes, er personalisiert sie, er engt sie ein auf die ent­scheidende Gestalt: „Nichts kann uns je von der Liebe Gottes trennen, die uns geschenkt ist in Jesus Christus, unserem Herrn.“ (Vers 39) Jesus in sei-ner Person ist „Gott für uns“. Sie kennen ja die Weih-nachtsgeschichte: Wie heißt es dort über das Jesusbaby? „Die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, und man wird ihm den Namen Immanuel geben. Immanuel bedeutet: Gott ist mit uns.“ (Matthäus 1, 23) Durch Jesus ist „Gott bei uns“, durch Jesus ist „Gott für uns“.

Das oberflächliche Reden vom lieben Gott ist dummes, diffuses Gerede. Und genauso dumm und diffus ist die große Menschheitsverbrüderung, die heutzutage beschworen wird. Und wer sich in der Hoffnung wiegt, Gott sei nicht so kleinlich und nehme nicht so schnell etwas krumm, und finden lasse er sich sicher auch in anderen Religionen oder in der Natur, im Wald und auf der Heide, der denkt töricht und lebt gefährlich. Es gibt nicht viele verschiedene Ausgaben von Gottes Liebe; es gibt nur eine einzige: die Christus-Ausgabe. Der liebe Gott ist nur über Jesus zu haben. Außer­halb von Jesus begegnen wir dem richtenden Gott.