Schwert oder Frieden – was hat Jesus gebracht? - Einschub: Krieg verboten?

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Schwert oder Frieden – was hat Jesus gebracht?
Friede...
... Schwert: ein Gegensatz
Einschub: Krieg verboten?
Was heisst denn: Ich bringe das Schwert?
Frieden, indem Gott den Vorrang erhält
Entzweiung wegen Jesus ...
... bis zur Verfolgung
Die Liebe zu Gott verbindet
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Einschub: Krieg verboten?

Eben habe ich gesagt, Jesus lehnte es ab, mit dem Schwert zu kämpfen. Das könnte jetzt so klingen, als wäre damit jeder kriegerische Konflikt prinzipiell verboten und verkehrt: Kein Staat darf gegen einen anderen Staat Krieg führen. Nun, diese Schlussfolgerung wäre nicht korrekt. Wenn Jesus Waffengewalt ablehnt, redet er von seinem Reich, „einem Reich, das nicht von dieser Welt ist“. Er redet nicht davon, wie ein irdischer Staat vorgehen soll, um seine Interessen zu wahren und seine Bürger zu schützen. „Wäre mein Reich von dieser Welt, dann hätten meine Diener für mich gekämpft!“, sagt er. „Aber mein Reich ist nicht von dieser Welt, und bei der Durchsetzung geistlicher Ziele haben weltliche Mittel nichts zu suchen.“

Wenn also jemand behauptet: Ein Land darf keinen Krieg gegen ein anderes Land führen, weil Jesus verboten hat, zum Schwert zu greifen, dann missbraucht er Jesu Worte. Er wendet sie auf etwas an, wofür sie nicht bestimmt sind. Anders wäre es, wenn Christen zum Schwert greifen, um Ungläubige zu bestrafen und Länder für das Evangelium zu erobern und das Reich Gottes hier auf der Erde zu verwirklichen. Wer das tut, der hat Jesus gegen sich. Die Kreuzzüge mögen im Namen Gottes geführt worden sein, aber Gott war trotzdem dagegen. Denn da ging es um sein Reich, und sein Reich ist nicht von dieser Welt, und wer mit irdischen Waffen dafür kämpfen will, für den gilt wirklich: „Wer zum Schwert greift, wird durchs Schwert umkommen.“ Irdische Reiche werden mit irdischen Waffen verteidigt; in Gottes Reich wird mit geistlichen Waffen gekämpft.