„Der Himmel - wie kommt man dorthin?“ - Das Ziel

Beitragsseiten
„Der Himmel - wie kommt man dorthin?“
Ohne Jesus kein Weg
Der Weg: kein ... sondern eine Person
Wahrheit und Leben
Das Ziel
Die Beteiligten
Alle Seiten

B. Das Ziel

Ich habe jetzt immer nur vom Weg in den Himmel gesprochen. Aber wo kommen wir denn schließlich an? Wie sieht das Ziel aus? Jo­hannes in der Offenbarung spricht von einem gläsernen Meer und von einem Fluss mit Lebenswasser, an dessen Ufer der Lebensbaum wächst, und von einer Stadt mit Perlentoren und Edelsteinmauern und goldenen Straßen, durchsichtig wie Glas. Johannes kann gar nicht genug aufzählen von der Schönheit und Herrlichkeit der neuen Welt. Aber er ist sich bewusst, dass er Dinge sieht, für die es in unserer vergänglichen Welt im Grunde keine Vergleiche und keine Worte gibt. Was er sieht, lässt sich mit unserer Spra­che sicher nicht besser formulieren, und doch wird die Wirk­lichkeit noch viel herrlicher sein. Wir werden nicht sagen: Ach ja, kenn ich, das gläserne Meer, genau wie Johannes es beschrieben hat. Nein, was wir sehen, wird uns einfach umhauen, so unbe­schreiblich wird es sein.

Mit einem Wort: der Vater

Jesus an unserer Stelle beschreibt den Himmel ebenfalls, aber er schlägt einen anderen Weg ein, den der Beschränkung auf das Ent­scheidende. Erst spricht er noch vom „Haus meines Vaters“, und nachher, wo er vom Weg und vom Ziel redet, sagt er schlicht und einfach: „der Vater“. „Zum Vater kommt man nur durch mich.“ Es ist, als wollte Jesus sagen: Wenn du den Himmel mit einem Wort zusammen­fassen willst - hier hast du es: Gott, der Vater. Vergiss alles andere - die goldene Stadt, die Blätter vom Baum des Lebens, die Engelchöre -; das alles ist nur Rahmenwerk und Bei­gabe. Die Herrlichkeit des Himmels besteht letztlich in ei­nem einzigen: in Gott. Adolf Schlatter, der große Tübinger Theologe aus der Schweiz, der ja auch hier in Basel studiert hat, er­zählt einmal, wie man seinem Vater, als der im Sterben lag, zu seinem Trost und seiner Hoffnung die Schönheit des Neuen Jeru­salems beschrieb, bis sein Vater plötzlich rief: „Es verlangt mich nicht nach diesem Plunder; mich verlangt danach, am Hals des Vaters zu hängen!“ Asaph betet in Psalm 73, 25: „Wen habe ich im Himmel außer dir?“ Und im Grunde genommen sagt auch Johannes in der Offenbarung genau dasselbe (Offenbarung. 21, 22f und Offenbarung 22, 3b-5): „Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Der Herr selbst, der allmächtige Gott, ist ihr Tem­pel, er und das Lamm. Auch sind weder Sonne noch Mond nötig, um der Stadt Licht zu geben. Sie wird von der Herrlichkeit Gottes erhellt; das Licht, das ihr leuchtet, ist das Lamm ... Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und alle ihre Bewohner werden Gott dienen und ihn anbeten. Sie werden sein Angesicht sehen und werden seinen Namen auf ihrer Stirn tragen ... Gott selbst, der Herr, wird ihr Licht sein.“ Der Himmel ist ein begehrenswertes Ziel, weil wir dort Gott sehen und mit ihm sprechen dürfen. Ohne Gott wäre der Himmel leer und verlöre jede Attraktion; ohne Gott wäre der Himmel kein Himmel mehr; ohne Gott wäre der Himmel die Hölle.

Auf Erden ist der Himmel los

Übrigens: Weil das Entscheidende am Himmel Gott, der Vater, ist und weil Jesus uns bereits hier und heute den Zugang zu seinem Vater schenkt, erleben Christen jetzt schon ein Stück Himmel auf Erden; sie erfahren jetzt schon etwas davon, wie es einmal sein wird, wenn auf Erden der Himmel los ist.