Eine Sternstunde im Leben des Thomas - Anfassen unnötig!

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Anfassen unnötig!

Und wie reagiert Thomas? Er hat grünes Licht bekommen, er kann sich seinen Wunsch erfüllen und Jesus berühren. Macht er jetzt den Test, die Probe aufs Exempel? Nichts da! Das wäre mit einem Mal völlig deplaziert. Vorher steckte dahinter der aufrichtige Wunsch, sicher zu gehen; jetzt wäre es ein Ausdruck von Mißtrauen, von Distanzierung, eine Dreistigkeit sondergleichen - als wäre Jesus ein Gegenstand, den man auf seine Qualität prüfen müßte. Nein, Anfassen ist mit einem Schlag nicht mehr nötig. Thomas weiß auch so, wer vor ihm steht: „Mein Herr und mein Gott!“

Hier haben wir den Höhepunkt der Begebenheit. Der ungläubige Thomas macht dem gläubigen Thomas Platz. Der Zweifler weicht dem Bekenner. „Mein Herr und mein Gott!“ Man spürt ge­radezu die Erleichterung: Er ist es! Jesus lebt wirklich. Alle Angst ist verschwunden. Jetzt zieht auch bei ihm die große Freude ein. Nein, Thomas war wirklich kein Berufskritiker. Es gibt ja solche Leute: notorische Nörgler und Besserwisser, fest entschlossen, nicht zu glauben, komme, was wolle. Daß ein Toter wieder lebendig wird, gibt es einfach nicht; da kann mir ei­ner noch so viel beweisen. Basta. Jesus hatte es damals und hat es heute ständig mit solchen Typen zu tun. In Joh. 12,37 heißt es: „Trotz all der Wunder, durch die Jesus unter ihnen seine Macht bewiesen hatte, glaubten sie nicht an ihn.“ Und als er - Joh. 11 - den Lazarus wieder le­bendig macht und aus dem Grab steigen läßt, der doch schon 4 Tage tot war -, was tun da die führenden Männer des Volkes? Kapitulieren sie angesichts dieses wirklich unglaublichen Wun­ders? Sind sie endlich bereit zu glauben? Fehlanzeige! Sie beschließen, Jesus umzubringen. Aber Thomas wollte glauben, er wollte widerlegt werden. Seine Glaubenszweifel waren nur die Kehrseite einer tiefen Glaubenssehnsucht. Und als Jesus ihm die entsprechenden Beweise lie­ferte, da glaubte er.