Gleicher Lohn für alle!? - Sieh doch, das Gute liegt so nah!

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Gleicher Lohn für alle!?
An einem Tag wie jeder andere ...
... steht plötzlich alles Kopf
Wer sich für gesund hält, geht nicht zum Arzt
Macht Liebe neidisch?
Das Päckchen für dich, das Paket für mich
Liebe lässt sich nicht halbieren
Wir wollen das, was wir schon haben!
Sieh doch, das Gute liegt so nah!
Alle kriegen was zu hören
Wer bei Gott Karriere macht ... und wer nicht
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Sieh doch, das Gute liegt so nah!

Wir sind wie der ältere Bruder in dem Gleichnis vom Verlorenen Sohn. Der jüngere Bruder hatte ja sein ganzes Erbe in Saus und Braus verjubelt, war halbverhungert am Schweinetrog gelandet, hatte sich schließlich eines Besseren besonnen und sich auf den Rückweg zu seinem Vater gemacht. Der Vater schließt ihn in die Arme, vergibt ihm alles und beginnt ein Fest zu feiern.

Wie der ältere Bruder davon hört, will er nicht mitfeiern. Voll Zorn schleudert er seinem Vater entgegen: „So viele Jahre diene ich dir jetzt schon und habe mich nie deinen Anordnungen widersetzt. Und doch hast du mir nie auch nur einen Ziegenbock gegeben, so dass ich mit meinen Freunden hätte feiern können! Und nun kommt dieser Mensch da zurück, dein Sohn, der dein Vermögen mit Huren durchgebracht hat, und du lässt das Mastkalb für ihn schlachten!“ (Lukas 15, 29+30). Mit anderen Worten: Du hast es mir nie gelohnt, dass ich bei dir geblieben bin! Ich hätte ja auch abhauen und mir ein schönes Leben machen können! Denken wir ganz tief in uns drin nicht manchmal ganz ebenso?

Und wissen Sie, was der Vater darauf sagt? „Kind, du bist doch immer bei mir, und alles, was mir gehört, gehört auch dir!“ Anders gesagt: Du hast doch alles, was du brauchst, und du hast alles im Überfluss! Du hättest jederzeit mit deinen Freunden feiern dürfen! Ist das Leben hier denn nicht Belohnung genug? Willst du mir am Ende sagen, du hättest es lieber deinem Bruder nachgemacht? Meinst du im Ernst, er hätte es in seinen Jahren in der Fremde besser gehabt als du hier? Sehnst du dich wirklich nach all den zweifelhaften Vergnügungen, die dich am Ende ausgebrannt zurücklassen und dein Gewissen quälen? Dein Leben lang bei mir zu sein - das ist der höchste Lohn, und der wird dir Tag für Tag ausgezahlt. Und der Vater schließt mit einem bewegenden Appell: Freu dich doch mit! Feiere doch mit! Freu dich an Gottes Güte im Leben deines Bruders, und freu dich an Gottes Güte in deinem eigenen Leben!