Heilung auf Raten

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Heilung auf Raten
Die Freunde des Gelähmten: vorbildlich in ihrem Glauben
Die Gesetzeslehrer: fromme Spitzel mit unheiligen Motiven
Jesus Christus: der Interessanteste von allen
1. Lektion: Zwischen Krankheit und Sünde besteht ein Zusammenhang
2. Lektion: Sünde ist schlimmer als Krankheit; Vergebung ist wichtiger als Heilung
3. Lektion: Jesu eigentlicher Auftrag
4. Lektion: Wie Jesus als Seelsorger handelt
5. Lektion: Was gehen Jesus die Sünden anderer Menschen an?
Wie Jesus sich als Sohn Gottes in unserer Welt eingeführt hat
Zwei mögliche Schlussfolgerungen
Die zweite Rate der Heilung
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Markus 2, 1-12

Heilung eines Gelähmten

Einige Tage später kehrte Jesus nach Kafarnaum zurück. Es sprach sich schnell herum, dass er wieder zu Hause war. Da versammelten sich so viele Menschen bei ihm, dass kein Platz mehr war, nicht einmal vor dem Haus.

Während er ihnen das Wort Gottes verkündete, wurde ein Gelähmter gebracht; vier Männer trugen ihn. Sie wollten mit ihm zu Jesus, doch es herrschte ein solches Gedränge, dass sie nicht zu ihm durchkamen. Da deckten sie das Dach über der Stelle ab, wo Jesus sich befand, und machten eine Öffnung, durch die sie den Gelähmten auf seiner Matte herunterließen. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!

Einige Schriftgelehrte, die dort saßen, lehnten sich innerlich dagegen auf. „Wie kann dieser Mensch es wagen, so etwas zu sagen?, dachten sie. „Das ist ja Gotteslästerung! Niemand kann Sünden vergeben außer Gott. Jesus hatte in seinem Geist sofort erkannt, was in ihnen vorging. „Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euren Herzen?, fragte er sie. „Was ist leichter - zu dem Gelähmten zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben' oder: ‚Steh auf, nimm deine Matte und geh umher!'? Doch ihr sollt wissen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er wandte sich zu dem Gelähmten und sagte: „Ich befehle dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause! Da stand der Mann auf, nahm seine Matte und ging vor den Augen der ganzen Mange hinaus. Alle waren außer sich vor Staunen; sie priesen Gott und sagten: „So etwas haben wir noch nie erlebt!

Eine tolle Geschichte, die sich da in Kafarnaum am See Gennesaret zugetragen hat! Ein Mann dringt durch ein Loch im Dach in ein Haus ein, und bald darauf verlässt er das Haus durch die Tür. Vier Männer müssen ihn herbeischleppen; allein und ohne jede fremde Hilfe marschiert er wieder davon. Er kommt im Liegen und geht im Stehen. Zu Beginn liegt er auf einem Bett, weil seine gelähmten Beine ihn nicht tragen; am Ende steht er auf eben diesen Beinen und hat sich sein Bett auf die Schulter geladen. Wirklich eine tolle Geschichte. Die Geschichte eines Wunders. Jesus hat diesen kranken Mann geheilt.

Jesus hat, als er auf der Erde war, viele Menschen geheilt. Das wäre soweit also nichts Besonderes. Aber im Fall des Gelähmten gab es eine Überraschung. Jesus hat ihn nicht wie sonst Knall auf Fall gesund gemacht, von einer Minute auf die andere, sondern in Etappen. Heilung auf Raten sozusagen. Wir werden uns das gleich noch genauer ansehen.

Die Geschichte steckt nicht nur voller Überraschungen; sie ist auch voll von höchst interessanten Personen: der Gelähmte, seine vier Freunde, die Herren Theologen, und mittendrin natürlich Jesus Christus. Jesus ist mit Abstand der Interessanteste von allen. Jesus war ein Magnet, der die Massen anzog. Wir haben immer die „kleine Herde“ vor Augen, aber manchmal war die kleine Herde ganz schön groß! Bevor wir uns Jesus genauer ansehen, nehmen wir uns kurz die anderen vor.