Heilung auf Raten - 3. Lektion: Jesu eigentlicher Auftrag

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Heilung auf Raten
Die Freunde des Gelähmten: vorbildlich in ihrem Glauben
Die Gesetzeslehrer: fromme Spitzel mit unheiligen Motiven
Jesus Christus: der Interessanteste von allen
1. Lektion: Zwischen Krankheit und Sünde besteht ein Zusammenhang
2. Lektion: Sünde ist schlimmer als Krankheit; Vergebung ist wichtiger als Heilung
3. Lektion: Jesu eigentlicher Auftrag
4. Lektion: Wie Jesus als Seelsorger handelt
5. Lektion: Was gehen Jesus die Sünden anderer Menschen an?
Wie Jesus sich als Sohn Gottes in unserer Welt eingeführt hat
Zwei mögliche Schlussfolgerungen
Die zweite Rate der Heilung
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3. Lektion: Jesu eigentlicher Auftrag

„Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!“ Die Menge wartet darauf, dass Jesus dem Gelähmten die Krankheit wegnimmt. Statt dessen nimmt er ihm erst einmal die Schuld weg. Damit zeigt Jesus, worin sein eigentlicher Auftrag besteht.
  • Schon im Alten Testament war es vorausgesagt: „Aus Zion wird der Retter kommen, der die Nachkommen Jakobs von all ihrer Gottlosigkeit befreien wird. Denn das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen werde, sagt der Herr: Ich werde ihnen die Last ihrer Sünden abnehmen.“ (Jesaja 59,20.21 und 27,9, von Paulus zitiert in Römer 11,26.27)
  • Der Engel kündigt Josef an: „Maria wird einen Sohn zur Welt bringen. Dem sollst du den Namen Jesus geben (‚Der Herr rettet'), denn er wird sein Volk von aller Schuld befreien.“ (Matthäus 1,21)
  • Jesus selbst sagt von sich: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben.“ (Markus 10,45)
  • Bei der Einsetzung des Abendmahls heißt es: „Dann nahm Jesus einen Becher mit Wein, sprach ein Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sagte: ‚Trinkt alle daraus! Das ist mein Blut, das Blut des [neuen] Bundes, das für viele zur Vergebung der Sünden vergossen wird.“ (Matthäus 26,27.28)
  • Und Paulus fasst den Auftrag Jesu kurz und bündig so zusammen: „Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um Sünder zu retten.“ (1. Timotheus 1,15)
Viele sahen damals in Jesus vor allem den Wundertäter. Wenn ein Blinder plötzlich wieder sehen konnte, wenn ein Aussätziger mit einem Mal gesund war, wenn gar ein Toter wieder aus dem Grab hervorkam - das waren so spektakuläre Ereignisse, dass alles andere daneben verblasste. Aber für Jesus gab es eine andere Rangordnung. Sein höchster Auftrag war, die Menschen von ihrer Schuld zu befreien. Das musste er seinen Zuschauern und Zuhörern immer wieder eintrichtern. Hier tat er es auf die Weise, dass er sich als allererstes mit der Schuld befasste, nicht mit der Krankheit.